Rückenschmerzen aktiv bekämpfen

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Viele Menschen leiden heutzutage unter Rückenschmerzen. Bestimmte Berufsgruppen wie Bauarbeiter und Büroangestellte sind besonders häufig betroffen. Die Ursachen lassen sich leicht erklären: Beide Gruppen überanstrengen ihren Rücken, wenngleich nicht in derselben Weise. Sowohl beim Arbeiten über Kopf, beim Heben von schweren Lasten als auch beim stundenlangen Sitzen in derselben Haltung werden die Bandscheiben zu stark beansprucht. Dagegen helfen nur der Ausgleich durch aktives Rückentraining und rückenschonende Bewegungsabläufe im Alltag.

Muskulatur gleichmäßig trainieren

Die Wirbelsäule dient dazu, den Körper in einer aufrechten Position zu halten. Sie wird durch die Muskulatur des Bauches und des Rückens stabilisiert. Deswegen ist es wichtig, diese Muskelpartien besonders gut zu trainieren. Doch auch Verkürzungen der vorderen Oberschenkelmuskulatur müssen vermieden werden, weil sie für Rückenprobleme oft ursächlich sind. Sie entstehen durch zu langes Sitzen. Um die verkürzten Muskeln zu dehnen, lohnt es, von Zeit zu Zeit aufzustehen, sich gerade hinzustellen, jeweils einen Fuß an das Gesäß heranzuführen und mit der Hand vorsichtig am Fußgelenk zu ziehen.

Übungen für die Bauch- und Rückenmuskulatur lassen sich ganz einfach mit dem Eigengewicht des Körpers ausführen. Beispielsweise werden auf einer Matte liegend die Arme hinter dem Hinterkopf verschränkt, die Beine am Boden aufgestellt und die Lendenwirbelsäule fest in die Matte gepresst. Anschließend werden der Kopf und der Oberkörper leicht angehoben und für eine kurze Zeit gehalten.

Um Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich vorzubeugen, können die Schultern mehrfach nach vorn und hinten gekreist werden. Die seitliche Nackenmuskulatur lässt sich dehnen, indem der Kopf zu einer Seite gelegt und der entgegengesetzte Arm seitlich vom Körper gestreckt wird. Diese Position ist eine Weile zu halten. Dann folgt der Seitenwechsel.

Im Alltag ergonomisch bewegen

Um den Rücken zu schonen, sollten Lasten stets aus der Hocke und mit geradem Rücken angehoben werden. Dabei werden sie mit beinen Händen gefasst und so nah wie möglich am Körper gehalten. Schwere Lasten sollten beim Tragen auf beide Arme verteilt werden. Wo es sich anbietet, können Hilfsmittel verwendet werden, beispielsweise Sackkarren.

Bei Büroarbeiten sollte darauf geachtet werden, regelmäßig vom Bürostuhl aufzustehen. Einige Arbeiten lassen sich durchaus im Stehen bewältigen, beispielsweise die Kommunikation mit Kollegen oder das Telefonieren. Noch günstiger ist es den Kollegen direkt aufzusuchen statt zu telefonieren, wobei das natürlich nicht in jedem Fall möglich sein wird. Sinnvoll ist es außerdem, die Geräte im Büro so anzuordnen, dass das regelmäßige Aufstehen unumgänglich ist. Wer seinen Drucker statt auf dem Schreibtisch in der hinteren Ecke des Raumes platziert, wird sich erheben müssen, um an die Ausdrucke zu gelangen.

Geeignete Sitzgelegenheiten anschaffen

Früher empfahlen Fachleute, gerade zu sitzen. Heute weiß man, dass das aktive Sitzen die Bandscheiben am besten vor Problemen schützt. Das bedeutet, die Sitzhaltung so oft wie möglich zu variieren. Dies gelingt am besten mit einem Bürostuhl, der sich individuell verstellen lässt. Insbesondere die flexible Neigung der Rückenlehne ist wichtig.

Flexibilität gewährleisten auch Sitzauflagen wie das Ballkissen. Sie halten die Muskulatur ständig in Bewegung, weil der Körper in der Balance gehalten werden muss. Die zeitweise Verwendung von Keilkissen ist sinnvoll, weil diese verhindern, dass das Becken beim Sitzen nach hinten kippt.

Die verwendeten Sitzgelegenheiten müssen sich auch in der Höhe verstellen lassen, damit die Füße beim Arbeiten auf dem Boden aufgestellt werden können, wobei die Ober- und Unterschenkel im rechten Winkel zueinander stehen sollen. Besonders geeignet sind auch Sitzgelegenheiten in Sattelform, sogenannte Sattelstühle, da sie ähnlich wie der normale Fahrradsattel für eine gute Sitzposition sorgen sowie einen individuellen Neigungsmechanismus und eine Höhenverstellung besitzen. Nicht umsonst werden diese auf zum Beispiel von vielen Ärzten und Physiotherapeuten bei der Arbeit genutzt. Die fehlende Rückenlehne fordert die Rückenmuskulatur, weil das passive Zurücklehnen entfällt. Empfehlenswert sind ebenfalls schwingende Aktiv-Bürostühle.

Beitrag zur Verfügung gestellt von www.dentalkauf24.de

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