Piercing – So heilt die Wunde schnell

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Ein Piercing ist in erster Linie ein Körperschmuck und gewissermaßen eine Modifikation des Körpers. Dementsprechend ist das Stechen eines Piercings für den Träger mit Freude verbunden. Häufig wird jedoch nicht beachtet, dass dieser Vorgang aus medizinischer Sicht eine Verletzung des Körpers darstellt. Nicht umsonst entsteht während des Stechens ein Schmerz – dieser ist gewissermaßen ein Warnsignal. Das Resultat des Piercens ist einerseits ein Körperschmuck, andererseits aber auch eine Wunde. Damit die mit dem Piercing verbundenen Gefühle nicht ins Negative umschlagen, gilt es, bei der Pflege der Wunde einiges zu beachten.

Werden allgemeine Maßnahmen eingehalten und wird eine angemessene Wundpflege durchgeführt, kann die Gefahr von Komplikationen deutlich verringert werden. Es gilt in erster Linie, Infektionen der Wunde zu vermeiden. Gerade bei sogenannten Dermal Anchor Piercings – also Piercings welche tief unter der Haut getragen werden – sollten die folgenden Punkte beherzigt werden. Beispiele für aktuelle Dermal Anchor Piercings findet man bei piercingline.com.

Händewaschen vor dem Berühren der Wunde

Die wohl simpelste Hygienemaßnahme ist das Waschen der Hände vor jeder Berührung des Piercings und der Wunde. Die Hände sind gewissermaßen unser „Kontakt zur Außenwelt“. Über den Tag hinweg fasst der Mensch mit ihnen unzählige Gegenstände an. Aus diesem Grund befinden sich auf der Hand Millionen von Keimen. Durch das Waschen der Hände kann die Übertragung dieser Keime in die frische Wunde verhindert werden.

Mit Salzwasser spülen

Das Händewaschen alleine reicht jedoch nicht aus. Zusätzlich muss die Wunde zweimal am Tag mit Salzwasser gespült werden. Dies hat gleich mehrere Effekte. Zum einen wird die Wunde durch diese Spülung optimal gereinigt, eventuell vorhandene Keime werden ausgespült. Zum anderen weicht das Salzwasser die entstandene Kruste ein, was die Wundheilung fördert. Das Spülen sollte jedoch vorsichtig erfolgen.

Desinfizieren

Zusätzlich sollte die Wunde zweimal täglich desinfiziert werden. Hierzu existieren spezielle Wunddesinfektionsmittel (z. B. Octenidin), die in der Apotheke erhältlich sind. Diese können auf einen sterilen Tupfer aufgetragen werden, mit dem die Wunde dann vorsichtig abgetupft wird. Dies tötet vorhandene Keime ab und verhindert die Besiedlung der Wunde mit solchen. Auch hierbei sollten Sie vorsichtig vorgehen.

Dinge, die Sie vermeiden sollten:

Die entstehende Kruste darf nicht entfernt. Dies würde die Wundheilung behindern und den gesamten Prozess erheblich verzögern. Auch wenn im Zusammenhang mit der Kruste ein Jucken auftritt, darf diese nicht entfernt werden.

Die Desinfektion der Wunde sollte nicht mit alkoholischen Lösungen erfolgen. Dies wäre theoretisch zwar möglich, würde jedoch starke Schmerzen verursachen. Andere Antiseptika sind aus diesem Grund vorzuziehen.

Zudem sollte ein allzu häufiger Kontakt mit dem frisch gestochenen Piercing vermieden werden. Die Wunde benötigt Zeit, um zu verheilen.

Außerdem darf die Wunde nicht mit Salben, Cremes oder Gelen gepflegt oder behandelt werden. Benutzen Sie stattdessen flüssige Antiseptika.

Die Gefahr einer Infektion der Wunde kann mit den genannten Tipps erheblich reduziert werden. Auch die Wundheilung wird durch ein derartiges Verhalten gefördert. So kann Ihnen das Piercing lange erhalten bleiben, wohingegen die Wunde bald verheilt ist.

Beitrag zur Verfügung gestellt von www.piercingline.com

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