Kabel richtig verlegen

Kabel ohne Kabelkanal

Für den geübten Heimwerker gibt es auch bei der Elektroinstallation Tätigkeiten, die er problemlos ohne die Hilfe eines Elektrikers durchführen kann. Er kann beispielsweise Rohre und Kabel verlegen, Schlitze stemmen oder Unterputzdosen setzen. Dabei sollte er allerdings einige grundlegende Dinge beachten.

Bevor der Heimwerker zur Tat schreitet, muss er sich erst einmal darüber im Klaren sein, wie die Leitungen verlegt werden sollen. Im Wohnbereich werden Stromkabel in der Regel unter dem Putz verlegt, im Keller, der Garage oder der Scheune oft auf dem Putz. Wer im Wohnbereich aber weder ein leeres Rohr zur Verfügung hat, noch die Wände aufstemmen kann, der kann die Kabel zum Beispiel in einem Kabelkanal (http://www.etoh24.de/5733-Installationsmaterial/6032-Kabelkanal/) verschwinden lassen.

Das richtige Kabel für den richtigen Zweck

Beim Verlegen von Leitungen und Kabeln ist es wichtig, die richtigen Installationskabel zu wählen. Die sogenannten NYM-J Kabel werden in vielen Bereichen der Elektroinstallation verwendet – sie besitzen nicht nur viele positive Eigenschaften, sondern sind auch einfach zu verlegen. Sie können in trockenen, feuchten oder nassen Räumen verlegt werden, über, unter, auf oder in Putz, im Mauerwerk oder im Beton. Das gilt für Innen- oder Außenbereiche. Draußen müssen sie allerdings vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden und dürfen auch nicht im Erdreich verlegt werden.

Darüber hinaus werden bei Elektroinstallationen im Haus häufig Antennenkabel, Netzwerkkabel, Schwachstromkabel oder Stegleitungen verwendet. Doch nicht nur das Verwenden der richtigen Kabel ist von Bedeutung, sondern auch die Einhaltung von Vorschriften, die beim Verlegen in von Elektroinstallationen gelten. Dazu gehören unter anderem:

  • Vorgaben für die Installation von Kabeln in Hohlwänden
    • Verlegung im Außenbereich
    • Verlegung in Betondecken
  • Korrekte Einteilung der Stromkreise
  • Beachtung der Installationszonen

Zwei Möglichkeiten der Kabelverlegung

Wer im massiven Rohbau Kabel verlegen möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder wird die gesamte Installation mit flexiblen UP-Lehrrohren ausgeführt oder mit NYM-J Kabeln. Bei einer Installation mit UP-Lehrrohren werden die PVC-Aderleitungen erst später eingezogen. Das ermöglicht auch zu einem späteren Zeitpunkt die Veränderung oder Erweiterung von Schaltungen. Außerdem sind die Materialkosten gering. Allerdings muss bei der Installation auf breitere Mauerschlitze geachtet werden, was einen höheren Zeitaufwand und höhere Arbeitskosten verursacht.

Bei der Installation mit NYM-J Kabeln müssen dagegen nur schmale Schlitze zur Verfügung stehen und die Verlegung geht vergleichsweise zügig voran. Möchte man allerdings später die Installationen verändern, muss mit Stemmarbeiten gerechnet werden.

Grundsätzlich gilt: Leitungen werden nur senkrecht und waagrecht verlegt. Eine Ausnahme bilden Fußboden und Decken, denn hier dürfen die Leitungen auch auf dem kürzesten Wege verlegt werden. Wer Kabel im Erdreich, im Beton oder unter dem Estrich verlegen möchte, muss die Leitungen zusätzlich mit Schutzrohren versehen. Beim Verlegen ist außerdem darauf zu achten, dass der Heimwerker die Leitungen zwar selbst verlegen darf, an den Sicherungskasten angeschlossen werden müssen sie aber vom Elektriker.

Kabelsalat beseitigen

Kabel, die nicht unter dem Putz verbaut werden, sondern zu Geräten wie Computer, TV, Telefon oder Drucker gehören, sind oft ein Problem. Schnell bildet sich ein Kabelsalat und ein loses Kabel wird zur Stolperfalle. Doch dieses Chaos muss nicht sein. Denn es gibt mittlerweile eine Fülle von Kabelkanälen oder -rohren, in denen das Gewirr einfach verschwindet. Damit sorgen Sie für Sicherheit, gerade für Kleinkinder oder Haustiere. Durch ihre Oberfläche können sie farblich angepasst, oder einfach hinter anderen Baumaterialien versteckt werden.

Der geübte Heimhandwerker hat also die Möglichkeit, schon vor Beauftragung eines Elektrikers viel in Eigenregie zu regeln. So spart er nicht nur Geld, sondern kann am Ende das Tages auch stolz auf sein Werk zurückblicken.

Kommentieren

*