Algen im Aquarium

Algen im Aquarium

Jeder Aquarianer kennt sie, kaum einer liebt sie: Algen. Zwar gibt es durchaus Algenarten, wie die Grünalge, die gerne gesehen werden, jedoch lassen die meisten Algen die Besitzer von Aquarien verzweifeln. Algen verbreiten sich schnell und hartnäckig. Sie überwuchern die Dekoration und beeinträchtigen das Pflanzenwachstum. Vorweg sei gleich gesagt, dass ihr den Algenbefall niemals ganz verhindern könnt. Es gibt aber eine Vielzahl vorbeugender Maßnahmen, die euch dabei helfen, diesen zu minimieren. Dazu zählen die Bepflanzung des Aquariums, die Lichtverhältnisse, die Wasserqualität und der Besatz des Aquariums. Wir stellen euch die einzelnen Maßnahmen genauer vor.

Richtige Bepflanzung des Aquariums

So blöd es auch klingt, aber das beste Mittel gegen Algenbefall ist ein üppiges und gesundes Pflanzenwachstum. Je mehr Pflanzen ihr habt, desto mehr Nahrung benötigen diese. Sie stellen somit eine Nahrungskonkurrenz für die Algen dar. Aufgrund dessen bleibt also weniger Nahrung für die Algen, was ihr Wachstum verlangsamt. Wählt beim Kauf deshalb schnell wachsende Aquarienpflanzen und solche, die unter guten Umständen bestmöglich wachsen. Zudem ziehen die Pflanzen Nitrat und Phosphat aus dem Wasser und sorgen zeitgleich für eine gesunde Wasserqualität.

Ausreichend Beleuchtung und passende Lichtverhältnisse

Stellt euer Aquarium am besten so auf, dass so wenig Tageslicht wie möglich darauf fällt. Dieses sorgt nämlich dafür, dass die Algen wachsen, die Aquarienpflanzen jedoch nicht. Das liegt daran, dass Algen bei blauem- und UV-Licht besser wachsen können. Aquarienpflanzen hingegen benötigen rotes und sogenanntes langweiliges Licht. Achtet deshalb darauf, dass eure Pflanzen ausreichend beleuchtet sind. Hierbei gilt, dass die Leuchten nicht länger als zehn Stunden täglich in Betrieb sind. Viele orientieren sich dabei häufig an der Dauer eines tropischen Tages. Da die Leuchtstoffröhren nach geraumer Zeit an Leuchtkraft verlieren, ist es empfehlenswert, diese ab und an auszutauschen. Solltet ihr trotz der richtigen Beleuchtung Probleme mit Algen in eurem Aquarium (https://www.aquarienpflanzen-shop.de/blog/algen-im-aquarium/) haben, empfiehlt sich eine Dunkelkur.

Nährstoffgehalt als entscheidender Faktor

Neben der Beleuchtung spielt, wie bei der Bepflanzung des Aquariums schon angedeutet, die Wasserqualität eine wichtige Rolle, um das Algenwachstum zu verringern. Testet bei starkem Algenbefall euer Wasser mithilfe eines Tröpfchentests aus dem Fachhandel. Meistens fehlen eurem Aquarium in solchen Fällen wichtige Nährstoffe wie CO2, Stickstoff, Phosphor, Eisen oder Mangan. Diese werden von den Pflanzen genau so sehr für ein gesundes Wachstum benötigt, wie Mikronährstoffe, zu denen beispielsweise Zink und Kupfer gehören. Mangelt es an diesen, können eure Aquarienpflanzen nicht wachsen und die Algen haben genug Platz sich zu entfalten.

Zu viele Fische können schaden

Zu guter Letzt spielt auch die Anzahl und Ausgeglichenheit an Fischen in eurem Aquarium eine essenzielle Rolle für das Wohlergehen der Pflanzen. Fische produzieren Stoffe, welche die wichtigen Nährstoffe enthalten, die die Pflanzen zum Wachstum benötigen. Bei zu vielen Fischen ist das Nährstoffangebot so groß, dass sich auch die Algen daran nähren können. Ihr Wachstum wird beschleunigt. Achtet zudem darauf, auch einige Algenfresser mit in euren Aquarienbesatz aufzunehmen. Hierzu zählen unter anderem Garnelen- oder Schneckenarten, die dabei helfen das Algenwachstum gering zu halten.
Ein hoher Algenbefall ist meistens ein Zeichen dafür, dass ein Ungleichgewicht in eurem Aquarium herrscht. Solange ihr euch aber die vier genannten Faktoren zu Herzen nehmt, könnt ihr dafür sorgen, den Algenbefall so gering wie möglich zu halten.

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